Jusos in der SPD - Unterbezirk Odenwaldkreis

 

Jusos wählen neuen Rechner und priorisieren das Problem des Rechtsextremismus auf ihrer Unterbezirkskonferenz

Jusos

Die Odenwälder Jungsozialisten in der SPD (Jusos) haben einen neuen Rechner gewählt. Bei ihrer sehr gut besuchten Unterbezirkskonferenz 2012 am vergangenen Samstag in Brensbach wurde Felix Volk (Michelstadt) als Nachfolger für "Ehrenjuso" Stefan Paul (Lützelbach) gewählt. Dieser füllte diese Position, mit kürzerer Unterbrechung, über ein Jahrzehnt verantwortungsvoll und betreut nun die Finanzen der Odenwälder SPD.

Die drei Juso-Vorsitzenden Joshua Seger (Reichelsheim), Christian Senker (Brensbach) und Roger Nisch (Bad König) gratulierten dem neu gewählten Kassierer Felix Volk und bedankten sich bei Stefan Paul für die vielen Jahre Vorstandsarbeit mit einem kleinen Präsent.
Neben dieser Nachwahl ging es unter anderem um nationalistische Tendenzen im Odenwaldkreis und Südhessen.
Wie die Jusos bereits vor einigen Wochen feststellten, gibt es neue nationalsozialistische Bestrebungen von Gruppierungen im Odenwald, welche vor allem im Gersprenztal und durch ihre Webauftritte im Internet versuchen, Fuß zu fassen. Außerdem werden und wurden vermehrt Aufkleber im Stadtgebiet von Michelstadt und anderen Kommunen geklebt, welche einen eindeutig nationalistischen Hintergrund haben.
Die Jusos rufen daher alle Odenwälder dazu auf, die Augen offen zu halten, denn "dort wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit", stellte schon der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt fest.
Nach reger Diskussion über dieses problematische Thema planten die Jusos Veranstaltungen und Aktionen um der Problematik des Rechtsextremismus im ländlichen Raum entgegenzutreten.
Da Aufklärung das wichtigste Mittel gegen Rechtsextremismus und Neofaschismus ist, wollen die Jusos ihre Aktion gegen RECHTS am Reichelsheimer Edeka erneuern, denn vor gut zwei Jahren musste man sich auch dort damit auseinandersetzen, dass vereinzelte Passanten das Existieren einer rechtsextremen Szene in Deutschland und speziell im Odenwald klar verleugneten. Diese Menschen wurden nun eines Besseren belehrt, da sich genau in ihrer Ortschaft eine neue nationalsozialistische Gruppierung versucht zu festigen. Zusätzlich dazu soll auch die regionale Vernetzung, welche von den südhessischen Juso-Unterbezirken vor zwei Wochen in Darmstadt unter dem Namen "Jusos Starkenburg gegen Rechts" gegründet wurde, in Zukunft unterstützt werden.
Auch und gerade vor dem Hintergrund einer aktiver und stärker werdenden rechten Szene im Odenwald, hat die Jugendarbeit im Kreis und speziell im Gersprenztal weiterhin hohe Priorität auf der Agenda der Jungsozialisten. Der Erhalt der Jugendpflegerstellen sei somit unerlässlich, so die Jusos. Wer nicht vor Ort in die Jugend investiere, der dürfe sich über deren Weggang aus dem ländlichen Raum nicht wundern.
Die Jusos fordern deshalb eine offene Debatte zum Thema Finanzierung der Jugendarbeit vor Ort und raten davon ab, Aufgaben für die es jahrelange Ausbildung und Erfahrung benötigt nun ehrenamtlichen Kräften aufzuhalsen.
Weiterhin befassten sich die Jusos mit der Bundeskonferenz der Jungsozialisten in der SPD, welche Mitte November 2012 in Magdeburg stattgefunden hatte und planten ihre Jahresabschlussfeier sowie Termine für das große Wahljahr 2013.
Somit steht fest: Auch im kommenden Jahr werden die Jungsozialisten ihre Präsenz in den Kommunen des Odenwaldes beibehalten.