Jusos in der SPD - Unterbezirk Odenwaldkreis

 

Jusos Gersprenztal thematisieren Koalitionsgespräche in Bund & Land – neuer Vorstand gewählt!

Jusos

Bei ihrer Jahreshauptversammlung in Brensbach durften die Jusos Gersprenztal am vergangenen Samstag (23.11.13) neben dem Ortsvereinsvorsitzenden Klaus-Dieter Schmidt und dem Vorsitzenden der Brensbacher SPD Fraktion Reiner Müller auch den neuen Bundestagsabgeordneten Jens Zimmermann sowie den SPD-Bürgermeisterkandidat Rainer Müller begrüßen. Unter die Gäste mischte sich auch Oguz Han Hazneci als Vorsitzender der jüngst gegründeten Juso AG Breuberg/Höchst.

Jens Zimmermann berichtete den Jungsozialisten von seinen ersten Tagen im Amt und bedankte sich noch einmal für die Unterstützung im Wahlkampf.
Zimmermann stellte unter Anderem seine Sicht über die NSA Ausspähaffäre dar, die er auch schon in der britischen Botschaft zum Ausdruck gebracht habe.
Für die Jusos von großem Interesse waren auch die Erläuterungen zum SPD-Parteikonvent sowie seine Sicht auf die Koalitionsverhandlungen in Bund und Land. Deutlich machte der Bundestagsabgeordnete, dass die Gespräche zwischen Rot-Grün-Rot in Hessen vor allem an den Grünen gescheitert seien. Diese würden in einigen Themen größere Nähe zur CDU als zu einem Bündnis aus SPD und Linken sehen. Für die Jusos unverständlich ist vor allem die Sicht der Grünen zum Thema Bildung, beispielsweise sei die Ganztagsschule aus grüner Sicht eine Lebenslüge der Sozialdemokratie. Die Jusos sehen solche Kommentare mit Bedauern, sagen aber auch ganz klar, die Grünen sind auf dem besten Wege FDP mit Grünanstrich zu werden.

Christian Senker berichtete der Versammlung von den Aktivitäten der Jusos im vergangenen Jahr. Priorität läge nach wie vor bei den Themen Jungend und Bildung. Daher habe man sich auch pressewirksam in die Diskussion um den Erhalt der Jugendpflege in Brensbach und Fränkisch-Crumbach eingebracht und will das Thema weiter verfolgen. Auch habe unter diesen Gesichtspunkten zusammen mit den Jusos Odenwald eine Aktion gegen das von CDU und FDP durchgeboxte KiFöG stattgefunden. Aufmerksam sei man auch wenn es um Diskriminierungen jeder Art sowie um die Verbreitung rechten Gedankenguts ginge.
Auf ihre Teilnahme bei der Reichelsheimer School- Out -Party blickten die Jusos sehr positiv zurück, Senker berichtet von der guten Zusammenarbeit mit andern Vereinen und durchaus sehenswerten Einnahmen.

Da der bisherige stellv. Vorsitzende Frieder Weiss vorzeitig zurück getreten war, entschied sich der Vorstand bereits nach einem satt der üblichen zwei Jahre neu zu wählen.
Nachdem die Versammlung Einstimmig beschlossen hatte, den Schriftführerposten aufzulösen und die Beisitzerzahl im Gegenzug von vier auf sechs zu erhöhen wurde Christian Senker (Wersau) einstimmig in seinem Amt bestätigt und bleibt somit Vorsitzender der Jusos im Gersprenztal. Auch sein Stellvertreter Simon Stephan (Brensbach) wurde einstimmig wiedergewählt. Joshua Seger (Reichelsheim) ist nach einem Jahr wieder im Vorstand der Gersprenztaler vertreten und nun ebenfalls stellv. Vorsitzender. Die bisherigen Beisitzer/innen Sarah Stephan (Brensbach) Paul Alex, Gülseren Durkan und Ann-Katrin Schütz (alle Reichelsheim) wurden bestätigt. Neu im Vorstand sind Carl-Luis Habermeier (Rohrbach) und Tobias Dziony (Brensbach).

Im weiteren Verlauf der Versammlung ging es um die anstehende Bürgermeisterwahl in Brensbach. Der SPD-Bürgermeisterkandidat Rainer Müller stellte sich und sein Programm vor. Für ihn sei die öffentliche, professionelle aber auch in Vereinen ehrenamtlich betriebene Jugendarbeit ein wichtiger Bestandteil der Gemeinde. Müller möchte ab Januar durch Hausbesuche mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Für den Wahlkampf versicherte ihm die SPD-Jugend ihre Unterstützung.
Im Hinblick auf die Wahl machte Senker die Jusos auch auf einen beunruhigenden Vorschlag der Brensbacher Oppositionsparteien aufmerksam. Diese seien der Auffassung, dass die drei Gersprenztalgemeinden auf jeweils eigene Bürgermeister verzichten sollten, um gemeinsam mehr Einfluss auf Flächennutzungs- und Regionalplanung zu haben.
Aus Sicht der Jusos ist dies eine klare Absage an die kommunale Selbstverwaltung, Lösungen müssten durch interkommunale Zusammenarbeit aufgezeigt werden, nicht durch populistische Radikalkuren. „Die Unabhängigkeit der drei Gemeinden im Gersprenztal steht bei den Jungsozialisten klar im Vordergrund“, hält die Versammlung zum Abschluss fest.