Jusos in der SPD - Unterbezirk Odenwaldkreis

 

Jugend fällt dem allgemeinen Sparwahn zum Opfer

Kommunalpolitik

Die Jungsozialisten im Odenwald stehen Kürzugen im sozialen Bereich in Höchst kritisch gegenüber.

„Genau vor solchen Szenarien warnen wir seit Monaten ausdrücklich, dieser Sparwahn ist nicht nachhaltig und führt zu einer katastrophalen Sozialpolitik!“, meint Christian Senker, Vorsitzender der Jusos im Odenwald.
Aus Angst vor weiteren Auflagen der Kommunalaufsicht, werde bei den „freiwilligen“, aber unverzichtbaren, Sozialleistungen gestrichen und gekürzt.
Auch deshalb sprechen sich die Jusos weiterhin gegen den kommunalen Rettungsschirm aus, setzt er doch alle, Gemeinden und Kreis zugleich, unter massiven Spardruck.
Nicht nur die Jugendpflege solle nun vernachlässigt werden, im gleichen Zug sprächen sich auch Teile der Höchster Gemeindevertretung für eine deutliche Erhöhung der Kindergartengebühren aus, was absolut nicht hinnehmbar wäre. Wenn bei den Ausgaben im sozialen Bereich alles auf Sparflamme gekürzt worden sei, gehe es sodann natürlich zu allererst an die Einnahmen im sozialen Bereich, was darauf hinauslaufe, dass dieser doppelt geschröpft werde, meinen die Jusos.
Die Krönung sei allerdings der Vorschlag der CDU, die Jugendpflegestellen in Fränkisch-Crumbach und Höchst zusammenzulegen.
„Zwar haben wir als Jusos für eine interkommunale Zusammenarbeit bei der Jugendpflege geworben und finden es lobenswert, dass die CDU unsere Vorschläge mit Interesse verfolgt und aufnimmt. Allerdings haben die Jungsozialisten dabei explizit für eine Zusammenarbeit zwischen Brensbach und Fränkisch-Crumbach geworben, da sich eine Kooperation in diesem Fall, wegen der vergleichbaren Bedingungen und der direkten Nachbarschaft sowie der schulisch bedingten Vernetzung der Jugendlichen anbietet. Die beiden Gemeinden kommen zusammen auf etwa 9500 Einwohner, während Höchst schon alleine etwa 10000 Einwohner aufweisen kann.
Eine Zusammenlegung der Jugendpflegestellen zwischen Höchst und Fränkisch-Crumbach, auf viel größerem Gebiet und mit deutlich mehr Jugendlichen ist total unsachlicher Aktionismus“, hält Joshua Seger, ebenfalls Vorsitzender der Jusos im Odenwald fest.
Beide Gemeinden seien in ihrer Sozialstruktur grundverschieden, es ergäben sich völlig andere Problemstellungen für die Jugendlichen und völlig andere Aufgabengebiete für die Jugendpfleger. Dies beides unter einen Hut zu bekommen werde entsprechend schwierig, meinen die Jungsozialisten.
Auch das ständige Hin- und Herpendeln würde, laut Jusos, enorm Zeit kosten und sähe man auch davon ab, so sei immer noch zu beachten, dass die Jugendpflegerin in Fränkisch-Crumbach bisher kein Interesse an einem größeren Stundenkontingent signalisiert habe.
„Bedenkt man all dies, so macht es absolut keinen Sinn über eine Zusammenlegung der Jugendpflege nachzudenken. Vielmehr sollte man eine Vollzeitstelle in Höchst erhalten und in Fränkisch-Crumbach und Brensbach eine Ebensolche ermöglichen“, befinden Seger und Senker abschließend.