Jusos in der SPD - Unterbezirk Odenwaldkreis

 

Familienministerin Schröder stellt Jugendliche unter Generalverdacht!

Bundespolitik

„Einmal mehr zeigt Frau Schröder, dass sie nicht das nötige Feingefühl und die nötige Fachkenntnis mitbringt um ein Bundesministerium zu führen“, kommentiert Joshua Seger, Vorsitzender der Jusos im Odenwald, die Tatsache, dass Kristina Schröder wohl eine Sperrstunde für Jugendliche plant, welche jungen Menschen unter 16 Jahren ab 20 Uhr verbieten soll Festivals, Konzerte und Vereinsfeste ohne Aufsicht der Eltern zu besuchen.

Dahinter stehe wohl der Wille, Komasaufen in jungen Jahren zu unterbinden, allerdings würde sich eine solche Regelung wohl als äußerst ineffektiv erweisen, da junge Menschen die sich vorsätzlich betrinken wollten, auch durchaus andere Zugänge zu Alkohol fänden, befindet der Vorstand der Jusos Odenwald.
„Hier allen Jugendlichen unter 16 Jahren zu unterstellen sie wollten sich auf abendlichen Veranstaltungen generell betrinken ist definitiv ein großer Irrtum und zeigt nur umso deutlicher, dass die Familienministerin wohl ganz und gar nicht weiß, was eine Politik des Austauschs und Aufeinanderzugehens bedeutet“, meint Roger Nisch, ebenfalls Vorsitzender der Jusos im Odenwald und ergänzt: „So frustriert man Jugendliche nur, schiebt sie gar als kleine Alkoholiker oder Kriminelle ab und provoziert somit heftige Gegenreaktionen die genau zum gegenteiligen Ergebnis des eigentlich Gewollten führen, nämlich Trinken um der Spannung und Auflehnung wegen, gerade wegen des Verbots“.
Statt den Kindern ein Festival und Konzertverbot zu erteilen und somit ihre Freiheiten und Freizeitbetätigungsmöglichkeiten massiv einzuschränken und zu beschneiden, sollte die Ministerin sich doch wohl eher einmal Gedanken darüber machen, wie man den Ausschank von Alkohol an unter 16-Jährige verhindert und somit Veranstalter, Erziehungsberechtigte und Verkäufer aufklären und in die Pflicht nehmen, ebenso müsse die Drogenprävention endlich ernsthaft betrieben und an realen Verhältnissen orientiert werden, so die Jusos.
Wenn Jugendliche erst in der neunten oder zehnten Klasse über die Folgen von Alkohol- und Drogenkonsum aufgeklärt würden, sei dies meist schon zu spät.
Das Problem dadurch zu lösen, Jugendliche von diversen sozialen Aktivitäten auszuschließen und damit Politikverdrossenheit und Trotzreaktionen in Kauf zu nehmen um sich als Politiker selbst aus der Verantwortung zu stehlen ist laut den Jungsozialisten im Odenwald in jedem Fall der falsche und auch der gefährlichere Weg.