Jusos in der SPD - Unterbezirk Odenwaldkreis

 

Blog: IJFD Botsuana

Update - Krise.

Zunächst einmal, an unserer Problemsituation hat sich prinzipiell bis jetzt schlicht und einfach gar nichts geändert.
Wir sitzen in Gaborone, ohne Visum und ohne Arbeitsgenehmigung, nicht mal eine Übergangsgenehmigung konnte bis jetzt organisiert werden.
Eigentlich wurde uns zugesichert wir bekämen eine solche bis Freitag, aber wie man bei einem Blick auf den Kalender sehen kann, ist heute: Samstag! Richtig!
Was soll ich dazu sagen? Ich fühle mich......... wie sagt man das doch gleich diplomatisch?--- Hinters Licht geführt!
Immerhin wurde uns jetzt ein Sprach- und Kulturkurs organisiert, den müssen wir aber in Gaborone absolvieren.
Also sitzen wir hier jetzt in einem Gästehaus und haben seit Donnerstag ca. 8 Stunden Sprachkurs hinter uns gebracht.
Dieser Kurs soll bis zum 29ten Oktober gehen.
Jetzt rechnen wir das mal durch: Sprachkurs bis zum Ende des Monats + Einen Monat in dem wir nicht arbeiten konnten = Zwei Monate in denen ich keinen Freiwilligendienst absolvieren kann bzw. konnte.
Ich weiß ich wiederhole mich, aber dafür bin ich nicht hier her gekommen.
Die Sache mit dem Sprachkurs ist ja durchaus interessant und wichtig, geplant war aber, dass wir diesen NEBEN unserer HAUPTTÄTIGKEIT als Freiwilligendienstleistender ca. ein- bis zweimal die Woche an unserer Arbeitsstelle haben.
Wenn ich ein Sprach- und Kulturprogramm hätte haben wollen, hätte ich eine Sprachreise gebucht und mich nicht für einen Freiwilligendienst beworben.
Ich persönlich werde das nicht mitmachen, dieser Sprachkurs ist meines Erachtens nämlich ganz klar Teil einer Hinhaltetaktik, weil man schlicht und ergreifend nicht voran kommt mit der Beschaffung der Arbeitsgenehmigung und des Visums.
Mein Zweiwochenultimatum steht noch, und nächste Woche bricht die zweite Woche an.
Ist nach dieser zweiten Woche nichts passiert muss ich mir ernsthaft überlegen diese Sache hier abzubrechen und mir etwas anderes zu suchen.
Ich habe mit viel gerechnet als ich hier herkam, kein fließend Wasser, kein warmes Wasser, kein Trinkwasser aus der Leitung, kein Strom, Malariaprobleme und so weiter und so fort.
Aber hier her zu kommen und nicht arbeiten und helfen zu können, nein, daran hatte ich nicht gedacht! Vor allem keine zwei Monate!
Am Montag kommt ein Mitarbeiter von Volunta hier her geflogen. Herr Kühn.
Dann wird der Sprachkurs bis Donnerstag unterbrochen und wir werden nochmal unsere Arbeitsstellen begutachten. Was das bringen soll? Fragt mich nicht…. Statt unsere Arbeitsplätze zu besuchen, an denen wir ohne Genehmigung nicht arbeiten dürfen, sollte man meines Erachtens eher mal Druck wegen den Genehmigungen machen. Wie gesagt, meines Erachtens alles Teil einer Hinhaltetaktik, davon lassen Flo und ich uns aber nicht einlullen.
Allein das jemand aus Deutschland hier hergeflogen kommt zeigt den Ernst der Lage in der wir uns hier befinden.
Herrn Kühn werde ich auch nochmal genau das mitteilen, was ich hier geschrieben habe und was ich Volunta auch schon per Mail und am Telefon kommuniziert habe.
Ich bin gespannt ob sich was bewegt. Ich hoffe es! Denn die Grenze meiner Geduld ist bald erreicht.
Damit aber nochmal alle die diesen Blog lesen auch etwas für sich selbst mitnehmen können und sich nicht nur meine persönlichen Befindlichkeiten antun müssen, bekommt ihr hier nochmal einen kleinen Einblick in Setswana, die Landessprache Botswanas:

MAABANE : LABORA 10.OCT Gestern: Mittwoch...
GOMPIENO: LABONE 11.OCT Heute: Donnerstag
KAMOSO: LABOTHLANO 12.OCT Morgen: Freitag ....

KE – Ich
O – Du
WENA – Du selbst

TSOGILE - WOKE
TLHOTSE – SPENT
SALA - Geh
TSAMAYA - Bleib

GO SIAME – Okay
JANG? - Wie?
SENTLE – Gut

LEINA – Vorname

SEFANE – Nachname
ME – Mein

GAGO – Dein
GAGWE – Seins/Ihrs

MANG? - Wer/Was?
KÉ – Das ist/sind

PENE – Stift
BUKA – Buch
TAFOLE – Tisch
SETELO – Stuhl

EMA – Steh auf
NNA – Setz dich
BAYA – Hebe auf
TSAYA - Nehmen
TLA KWANO – Komm

METSI – Wasser
GALASE – Glas
KOPI – Tasse
POLEITI – Teller
FOROKO – Gabel
THIPA – Messer
LESWANA – Löffel
SATERETAGA - Samstag

TANKI / KEALEBOGA / KEITUMETSE – Danke

Formelle Begrüßungen:

A: DUMELA RRA - Guten Tag mein Herr.
B: DUMELA MMA, O TSHOHILE/TLHOTSE JANG? - Guten Morgen/Tag meine Dame, wie geht es Ihnen? (Danach verwendet man je nachdem ob es morgens oder Mittags ist TSHOHILE/TLHOTSE weiter)

A: KE TSHOHILE/TLHOTSE SENTLE, WENA O TSHOHILE/THLOTSE JANG? - Mir geht es gut, wie geht es dir heute?
B: KE TSHOHILE/TLHOTSE SENTLE - Mir geht es gut.
A: GO SIAME, SALA SENTLE - Okay, machs gut.
B: GO SIAME, TSAMAYA SENTLE - Okay, machs gut.

A: KE BIDIWA Josh, WENA O BIDIWA MANG? - Ich heisse Josh, wie heisst du?
B: KE BIDIWA Cedi - Ich heisse Cedi.

A: LEINA LA GOGE KE MANG? - Wie ist dein Vorname?
B: LEINA LA ME KE Josh. - Mein Vorname ist Josh.

A: SEFANE SA GAGO KE MANG? - Wie ist dein Nachname ?
B: SEFANE SA ME KE Seger. - Mein Nachname ist Seger.

DIGALASE DI KAE? - Wo ist das Glas?
DIGALASE I MO STILONG - Das Glas ist auf dem Stuhl.

TANKI / KEALEBOGA / KEITUMETSE – Danke

KE ENG KA SETSWANA?/SEGKOA?/SEJEREMANE? - Wie heisst das (auf irgendwas zeigen) auf Setswane?/English?/Deutsch?

Etwas mehr habe ich noch gelernt, aber ich denke das reicht für den Anfang ;).

Das Foto zeigt euch einen Blick aus einem unserer Zimmer im Gästehaus. Seit Donnerstag fühlt man sich hier richtig heimisch, es regnet und ist bewölkt, genauso wie in Deutschland!
Ich habe mich am Donnerstag erstmal 10 Minuten in den Sturzregen gestellt, das zweite mal das es richtig regnete, aber das erste mal das es ein richtiges Gewitter war, nach deutschen Maßstäben. :D

Josh, 13.10, Gaborone