Jusos in der SPD - Unterbezirk Odenwaldkreis

 

Blog: IJFD Botsuana

Illegale Freiwillige --> Krise!

Wir arbeiten illegal in Botswana. Ein Faktum welches uns, in Gaborone, auf der Feier der deutschen Botschaft Botswana, zum Tag der deutschen Einheit, vom deutschen Konsul dargelegt wurde.
Die Feier war recht interessant, natürlich ein Haufen hohe Tiere anwesend. Wir haben mit dem Ex-Chef des größten Sicherheitsunternehmens hier geredet, ein Brite, der hockt jetzt in diversen Aufsichtsräten von Banken etc., hat sein Lebenswerk vollbracht und lebt hier in Saus und Braus.
Mit dem Ex-Botschafter, oder -Konsul, von Botswana sprachen wir auch, ebenso wie mit dem Jetzigen und dessen Frau.
Ebenso mit einem sehr engagierten Botschaftsmitarbeiter, der jetzt wegen unserer Probleme mit uns Kontakt hält.
Ja, auf solchen Veranstaltungen knüpft man wohl die so viel gerühmten „Contacts“.
Ein interessanter Abend also, mit interessanten Menschen und Geschichten.
Kommen wir aber wieder zum Wesentlichen: Wir haben nur ein Touristenvisum, weder Arbeitsgenehmigung noch ein Visum für einen längeren Zeitraum liegen uns bis heute vor.
Die deutsche Botschaft, die wir am Morgen nach dem Tag der deutschen Einheit noch einmal besuchten, erklärte uns, dass wir mit Touristenvisa keine Arbeitstätigkeiten ausführen dürften und das wir durchaus pessimistisch sein können, die Visa noch rechtzeitig zu bekommen.
D.h., wir würden in 55 Tagen ausgewiesen werden, oder früher, aufgrund unserer illegalen Arbeitstätigkeit.
Zudem teilte uns der Konsul mit, er habe Volunta vor einem Jahr gesagt, sie sollten Arbeitsgenehmigung und Visa beschaffen, BEVOR wir nach Botswana fliegen, und zwar bei der botswanischen Botschaft in Brüssel.
Dies geschah aber nicht.
Die Halsschlagader pumpt!
Das ist jetzt wirklich ein ernstes Problem! Deshalb bleiben wir jetzt erstmal in Gabs, um die Sache hier hoffentlich noch klären zu können.
Wir sind jetzt hier in einem Wartezustand, haben wir in zwei Wochen keine Arbeitsgenehmigung, beenden wir den IJFD, denn dann haben wir 7 Wochen mit überwiegendem Nichtstun verbracht, und das schlägt aufs Gehirn! Dafür kamen wir nicht hier her, und ganz ehrlich, ich habe besseres zu tun als hier nur rum zu hocken.
Ich hoffe wir bekommen alle Dokumente noch zeitnah, denn ich möchte wirklich etwas anstoßen hier.
Aber irgendwann ist eine Schmerzgrenze erreicht.
Uns wurde zugesichert wir bekämen die Visa bis Freitag nächste Woche.
Ich bin da ja skeptisch…
Wenigstens kann ich unserer Botschaft und deren Mitarbeitern eine super Arbeit und Engagement bescheinigen, die haben sich echt um uns gekümmert und es war sehr interessant mit ihnen in Kontakt zu treten.
Die versuchen jetzt auch Druck zu machen, auf die Generalsekretärin des Roten Kreuzes Botswana (BRCS), auf weitere Regierungsorgane und auf Volunta.
Das ist auch nötig, wir hatten selbst schon Gespräche mit Volunta, der Generalsekretärin des BRCS und so weiter und so fort. Mails gingen und gehen rum, und mit der deutschen Botschaft sind wir auch in Kontakt.
Wir sind nämlich eigentlich wirklich daran interessiert, dass das hier weitergeht!
Morgen, am Freitag, gibt es noch weitere Konsultationen und wir tarieren wohl endlich mal unser Arbeitsfeld aus, und zwar konkret, nicht nur so wischi waschi wie zuvor. Zumindest wurde uns das erzählt.
Versäumnisse der Organisationen die uns begleiten müssen wir nun eben versuchen selbst auszubügeln.
Hofft mit mir auf das Beste! Druck!!, sag ich nur ;).

Das Foto ist von Feli, geschossen mit Caras Kamera. (Ich soll das erwähnen) Beide sind Freiwillige in Gabs.
Zeigt Botswana-Lifestyle! Yeah! :D

Josh, 04.10.2012, doch immer noch in Gaborone.