Jusos in der SPD - Unterbezirk Odenwaldkreis

 

Nazis fassen Fuß im Odenwald!

Lokalpolitik

Mit Erschrecken nehmen die Jungsozialisten in der SPD zur Kenntnis, dass nationalsozialistische Bestrebungen und Gruppierungen im Odenwald augenscheinlich an Einfluss und Stärke gewinnen.
Immer offensiver scheint die braune Brut um Mitglieder, gerade in der schwindend jungen Bevölkerung des Odenwalds, zu werben.
Der neue Webauftritt der „Nationalen Sozialisten Reichelsheim“ (NSR), vormalig wohl die „Freien Nationalisten Odenwald“, gibt Anlass zu einem neuen und offensiven Vorgehen gegen rechte Bestrebungen im Kreis.

Die von Kreis und Land vormals heruntergespielte Rolle einer im NSU kursierenden „schwarzen Liste“, auf der unter Anderem Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion gelistet waren, erscheint nun in einem anderen Licht. Gefahr durch den NSU mag nicht mehr ausgehen, die Liste kursiert aber nach wie vor in diversen rechtsgerichteten Zusammenschlüssen.
Auch die Aussage unseres Landrats Dietrich Kübler, es gäbe im Odenwald keine gefestigte rechtsextreme Gruppierung, ist somit nicht mehr haltbar.
Offensichtlich haben Nazis im Odenwald Fuß gefasst und eine Basis etabliert, die zum Einen ganz gezielt junge Mitglieder anwirbt und zum Anderen einen doch beträchtlichen Unterstützerkreis gewinnen konnte.
45 wohlwollende, meist junge, Befürworter auf der neuen Facebook-Seite dieser Nazis sprechen für sich!
Ignorieren und dementieren, nur um ein äußerlich friedliches Bild in der Öffentlichkeit zu verbreiten ist der falsche Weg.
Nazis die nun nicht einmal mehr davor zurückschrecken sich mit einer ganz bestimmten Gemeinde, Reichelsheim, zu identifizieren, sollten umgehend bekämpft werden.
Politik und Gesellschaft müssen nun zeigen: Für Nazis ist im Odenwald und in Reichelsheim kein Platz!
Kreistag, Landrat, Bürgermeister und die Fraktionen in der betroffenen Gemeinde sind nun aufgefordert dagegen etwas zu unternehmen.
Konkret empfehlen wir als Jungsozialisten hier ein Hinarbeiten auf die Sperrung des neuen Internetauftritts der NSR, ein öffentliches Bekenntnis zu einer Null-Toleranz-Linie gegen Nazis und einen entsprechenden Hinweis in den jeweiligen Amtsblättern.
Vor diesem Hintergrund ist auch eine Anti-Nazi-Kampagne in den Schulen des Kreises und explizit des Gersprenztals in Betracht zu ziehen.
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen möchten die Jungsozialisten einmal mehr daran erinnern, wie wichtig in diesem Zusammenhang eine funktionierende, ständige Jugendpflege vor Ort ist, um Alternativen und Aufklärung gegen rechtsextremes, nationalistisches Gedankengut zu bieten.
Eindringlich appellieren wir als Jungsozialisten einmal mehr an die Amtsträger in Kreis- und Kommunalpolitik, des reell existierenden, rechten Problems gewahr zu werden und endlich offensiv gegen nationalsozialistische Bestrebungen und Gruppierungen im Odenwald vorzugehen.

Der Vorstand der Jungsozialisten Odenwald.