Jusos in der SPD - Unterbezirk Odenwaldkreis

 

Jusos bekräftigen Rücktrittsforderungen an Landrat Kübler

Lokalpolitik

Jungendorganisation der SPD sieht auch die Bürgermeister von Reichelsheim und Erbach, Stefan Lopinsky und Harald Buschmann, angezählt

Die Jungsozialisten im Odenwald sehen sich in ihren Forderungen nach einem Rücktritt des Landrats bestärkt.

Die neuen Vorwürfe die Fact im Odenwald gegen den Landrat aufbringt seien gravierend.

„Die Geschäftsführerin der Tourismus-GmbH, Frau Horn, dermaßen unter Druck zu setzen und zu erpressen ist kriminell, ebenso das Zahlen von 80.000 Euro an die Firma Lebensform, obwohl diese keine Leistungen  dafür erbracht hat. Das ist nicht nur Mauschelei, das ist Veruntreuung von Steuergeldern, ein solches Gebaren kenne ich aus einer Monarchie und absolutistischen Systemen, nicht aber aus einer Demokratie!“, so Joshua Seger, Vorsitzender der Jusos im Odenwald.

Wenn die Vorwürfe gegen den Landrat und die beiden Bürgermeister sich bestätigten seien klare Konsequenzen erforderlich.

„Spätestens dann muss die Kreistagsfraktion der SPD mit der ÜWG ausloten ob diese Kübler weiterhin trägt. Die Koalition steht längst nicht mehr auf einer vertrauensvollen Basis, zumal die SPD bereits ein ums andere Mal hinters Licht geführt wurde. Wir fordern die SPD auf diese Koalition zu beenden um selbst wieder eine vernünftige Politik im Odenwald zu gewährleisten. Als möglichen Koalitionspartner sehen wir die Grünen“, bekräftigt Christian Senker (Vorsitzender Jusos Odenwald) die Forderung der Jusos nach Konsequenzen aus der Kübler-Affäre.

„Wenn das stimmt was Fact im Odenwald uns präsentiert hat, muss man sich das mal vor Augen halten: Da sitzt der Landrat vor Frau Horn und will sie zum Rücktritt zwingen, versucht sogar das Mittel der Erpressung anzubringen und droht ihr mit einer Stufenklage bis in Höhe von 250.000 Euro, was die Insolvenz der Tourismus-GmbH bedeuten würde. Herr Kübler setzt sich also vor Frau Horn und droht ihr ihr Geschäft zu schließen wenn sie nicht das tut was er will. Sowas hört sich nach einem Kriminalroman an, nicht aber nach Kreispolitik“, ergänzt Roger Nisch, ebenfalls Vorsitzender der Jungsozialisten im Odenwald.

Man könne sich nun gut vorstellen warum die Staatsanwaltschaft länger ermitteln müsse als eigentlich geplant, denn es habe sich wohl einiges zusammengetragen.

Die Kreis-SPD müsse ebenso wie die Kreis-Fraktion klar machen, dass sie sich von einem Koalitions-„Partner“ so nicht behandeln lasse.

„Es ist richtig, dass wir als SPD nun einen Landratskandidaten stellen werden und wollen, denn der Odenwald hat besseres verdient als den amtierenden Landrat und seine krummen Geschäfte“, so die drei Kreisvorsitzenden der Jusos.

Auch fordern die Jungsozialisten im Odenwald die Bürgermeister Buschmann und Lopinsky zu einer Aufklärung des Sachverhalts auf.

Sollten die Bürgermeister an den Machenschaften des Landrats beteiligt sein, so fordern die Jusos auch hier Konsequenzen.

„Gerade Stefan Lopinsky  ist hier gefordert Aufklärung zu betreiben, er möchte sich am 25. Mai als Bürgermeister der Gemeinde Reichelsheim bestätigen lassen, doch kann er das Vertrauen der Bürger nur fordern und erlangen, wenn er uns in dieser Sache reinen Wein einschenkt.

Sollte das nicht passieren, dann ist das nicht tragbar. Bei solch gravierenden Vorwürfen erwarte ich auch als Bürger eine öffentliche Stellungnahme“, meint hierzu Joshua Seger, der seinen Wohnsitz in Reichelsheim hat.

Anmerken möchten die Jusos in diesem Zusammenhang auch, dass die Agentur Lebensform das Wahlkampfmaterial für Lopinsky erstellt habe. Kontakte habe es somit auf jeden Fall gegeben.

Für die Jusos seien diese ganzen Umstände mehr als Verdächtig. Kübler, Lopinsky und Buschmann seien nun an der Reihe Stellung zu beziehen bzw., im Falle des Landrats, den längst überfälligen Rücktritt zu verkünden.

Stellungnahmen aller Beteiligten seien nun immens wichtig und unvermeidlich.

Das Image des Odenwaldes leide einmal mehr erheblich, Landrat Kübler sei spätestens jetzt untragbar.