Jusos in der SPD - Unterbezirk Odenwaldkreis

 

Jahreshauptversammlung der Jusos Odenwald – Rücktritt von Sigmar Gabriel gefordert!

Jusos

Die Jungsozialisten im Odenwald können nach wie vor positiv und optimistisch in die Zukunft blicken. Nach ihrer Jahreshauptversammlung am 23.04.2016 in der SPD-Geschäftsstelle in Erbach, zeigt dies sowohl die Zusammenstellung des neuen Vorstandes, als auch die programmatische Orientierung der Jungsozialisten

Als Arbeitsgrundlage gibt sich die Jugendorganisation der SPD ein neues Vorstandsmodell. Anstatt der bisherigen drei Vorsitzenden, werden künftig zwei Vorsitzende die Leitung übernehmen. Neben Joshua Seger ist Florian Butz nun der zweite Kopf an der Spitze der Jungsozialisten. Als Stellvertreter wurden die bisherigen Vorsitzenden Roger Nisch und Christian Senker, die aus zeitlichen Gründen auf ein weiteres Amtsjahr verzichteten, sowie Eva Heldmann gewählt. Rechner bleibt Oguz Han Hazneci. Die Jusos bestätigten die vorherigen stellvertretenden Vorsitzenden Luka Antonia Breuer und Büsra Türker als Beisitzer im Vorstand. Mit Eva Zimmermann, Alexandra Lutz und Stefan Beller sind ebenfalls drei neue Gesichter im Vorstand der Jusos vertreten.
„Wir freuen uns vor allem darüber, weiterhin neue Gesichter bei uns Jusos begrüßen zu können. Unsere seit Jahren relativ konstante personelle Stärke zeigt, dass wir gute Arbeit leisten. Diese möchten wir im kommenden Geschäftsjahr weiter ausbauen“, resümiert Joshua Seger die Lage der Jungsozialisten im Odenwaldkreis.
Als Gäste begrüßen konnten die Jungsozialisten den Fraktionsvorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion Raoul Giebenhain, MdB Jens Zimmermann und Philipp Türmer von den Jusos Offenbach.       
Mit Raoul Giebenhain wurde zunächst über SPD-CDU Koalition auf Kreisebene diskutiert, deren Zustandekommen die Jungsozialisten kritisch betrachten. „Wir werden uns auf dem SPD-Parteitag mit diversen Anträgen inhaltlich zur Ausgestaltung des Koalitionsvertrages einbringen und darauf drängen, dass der sozialdemokratische Zungenschlag in dieser Koalition auch mit Leben gefüllt wird“, bringt Florian Butz hierzu die Haltung der Jusos auf den Punkt. Jens Zimmermann berichtete über die Lage im Bund, mit welcher sich auch einige der insgesamt 12 Anträge der Jusos beschäftigen. Neben Umverteilung und einem Sozialdemokratischen Zukunftsplan für Deutschland und Europa fordern die Jusos auch den Rücktritt von Parteichef Sigmar Gabriel, der die SPD nicht zu dem notwendigen Neuanfang führen könne, den es angesichts von drastischen Wahlniederlagen in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt, sowie Umfrageergebnissen von 20-22 Prozent auf Bundesebene geben müsse. „Anstatt das notwendige Korrektiv zur Politik von CDU/CSU darzustellen, biedert sich die SPD auf Bundesebene unter der Führung von Sigmar Gabriel der CDU an. Dieser Rechtskurs schlägt auf fatale Weise fehl, denn die Bürgerinnen und Bürger wollen nicht eine rote Kopie der Union, sie wählen unter diesen Umständen lieber das konservative Original“, verlautet es aus dem Antragstext zur Abwahl des Parteivorsitzenden. Die SPD habe zugelassen, dass die Einkommens- und Vermögensungleichheit in Deutschland massiv zugenommen habe, dieses Grundversagen der Sozialdemokratie, die sich auf einen neoliberalen Kurs unter Schröder eingelassen habe, müsse endlich behoben werden. Dies sei mit Sigmar Gabriel nicht mehr möglich, bekräftigen die Jungsozialisten aus dem Odenwald.
Um die genannte Thematik genauer zu analysieren und auch für Mitglieder sichtbarer zu machen, planen die Jusos im Sommer ein Seminar zum Thema Einkommens- und Vermögensungleichheit.
Ein weiteres Thema war zudem die AfD im Odenwälder Kreistag. Einmütig erklärt hierzu der Vorstand der Jungsozialisten: „Die AfD-Fraktion hat sich schon vor der ersten Kreistagssitzung zerlegt. Mit dem Austritt von Jörg Becker aus der AfD-Fraktion wird deutlich, dass diese rechtspopulistische und rechtsextreme Partei nicht im Mindesten Verantwortung übernehmen kann und will, sondern nur destruktiv wirkt und nicht inhaltlich zugunsten unseres Odenwaldkreises im Kreistag arbeiten wird. Der AfD scheint es nur um die Erlangung von Posten auf dem Rücken der Ängste der Bürgerinnen und Bürger zu gehen. Dies wollen wir als Jungsozialisten aufzeigen und klar benennen“, schließen die Jusos aus dem Odenwald ihre Pressemitteilung.