Jusos in der SPD - Unterbezirk Odenwaldkreis

 

Die Telekom beschneidet unsere (Nutzungs-) Freiheit!

Allgemein

Wie kaum ein anderer Konzern, nehmen wir Facebook einmal aus, möchte sich die deutsche Telekom in das Nutzungsverhalten der Internetnutzer einmischen. Der Konzern möchte die Datenraten seiner Neukunden ab einem bestimmten Punkt, einem bestimmten „Verbrauch“ drosseln

Dies wird, denkt man dies Konsequent zu Ende, nichts anderes als eine Beschneidung unserer Freiheiten, unserer Autonomie im Internet nach sich ziehen.
Jeder Kunde der Telekom wird sich nun genau überlegen müssen, wie viel Youtube-Videos er im Monat ansehen möchte oder überhaupt ansehen kann, bevor der Konzern mit dem Pinken T ihm die Datenrate zusammenkürzt und man sich alsbald in einer längst vergangenen Zeit wiederfindet, einer Zeit in der das Laden eines Videos noch gut und gerne 20 Minuten dauern konnte.
Man sollte sich hier keine Illusionen machen, wir alle sind von diesem Schritt betroffen, denn andere Internetanbieter werden nachziehen, wenn sie merken, dass die Telekom damit durchkommt.
Wir alle sollten uns deshalb diesem Verhalten entgegenstellen, will uns doch ein großer Konzern vorschreiben, wie oft und vor allem was wir uns im Internet anschauen können, ohne uns vor einer Kürzung unserer Datenrate fürchten zu müssen.
Gerade in Zeiten der „Cloud“, in Zeiten in denen wir uns Musik zu großen Teilen nur noch aus dem Internet streamen, in denen wir Bilder, Videos und Voicechats auf Facebook laden, in einer Zeit in der wir mit Menschen aus aller Welt in Kontakt stehen können und wollen, sei es durch Skype oder Chatroulette, gerade in dieser Zeit des internationalen Zusammenwachsens und Vernetzens, springt die Telekom mit einem destruktiven, kapitalgierigen Geschäftsmodel auf die Bühne und will all das Zerstören.
Nein, dies ist keine Panikmache, es ist keine Hysterie, es ist die logische Folge aus dem neuen Geschäftsmodel der Telekom.
Wer könnte effektiv noch eine Cloud nutzen, wer könnte weiterhin Bilder und Daten in unbestimmter Menge auf Plattformen laden, seine guten Ideen und auch seinen kreativen Schwachsinn auf Youtube etc. hochladen?
Niemand! Denn niemand wird sich solche enormen Datenraten mehr leisten können.
Das Internet in seiner jetzigen Form wird es dann so nicht mehr geben, es wird verarmen, es wird kontrolliert und beschnitten sein, ein Schatten seiner einstigen Größe.
Schlimmer noch, große Internetanbieter würden eine Monopolstellung erhalten, sie würden bestimmte Angebote im Internet von einer Datenratendrosselung ausnehmen, Angebote wie z.B. „Entertain“.
Das aber würde der Zensur gleichkommen, bestimmte Inhalte, die dem Konzern genehm sind, können schnell gelesen werden, andere nicht. Meinungs-, Presse-, und Informationsfreiheit gehen dadurch zu Grunde! Wer auf China, Iran, Russland, Syrien und all die anderen Verbrecherstaaten mit ihrer Zensur schimpft, der muss hier aufstehen.
Statt unsere Freiheit im Internet zu beschneiden, sollte sich die Telekom, als größter Netzbesitzer Deutschlands, Gedanken darüber machen, die Netze in Deutschland konsequent mit Glasfaserleitungen auszubauen. Probleme der zunehmenden Datenmengen wären auf Jahre gelöst und die Telekom würde ihre Gewinne endlich an den Kunden weiterleiten.
Im Odenwald war ein solches Engagement der Telekom mitnichten der Fall, der Kreis half sich mit Oreg und dann Brenergo selbst. Nun kommen auf die Bürger im Odenwald also schlechtere Konditionen für gar keine Leistung zu.
Wie auch bei ACTA müssen wir der Beschneidung von Freiheiten im Internet nun offensiv entgegengetreten!
Deshalb fordern wir gerade unsere gleichaltrigen Mitmenschen dazu auf aufzustehen und nicht tatenlos zuzusehen wie unser Internet zurechtgestutzt wird!
Gehen wir dagegen an! In den Niederlanden wurde die Begrenzung der Datenrate gesetzlich verboten. Fordern wir es auch hier!